Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Heute: Zugfahren!

Yeah, es ist der 5. – Frau Brüllen fragt wie immer, was wir den ganzen Tag so machen. Und ich habe dran gedacht! Wir fahren heute knapp fünf Stunden mit dem Zug aus Berlin nach Hause und ich dachte erst, dass das wohl kaum genug Inhalt oder gar Spannung für einen Blogpost bietet. Bei näherer Überlegung dachte ich dann, dass es vielleicht mal ganz interessant ist zu beschreiben, was wir auf einer langen Zugfahrt mit dem Vierjährigen so machen. Eltern wissen, das das von allen Erwachsenen bevorzugte Programm „Lesen & Schlafen“ bei Kindern ja eher nicht so angesagt ist… 😉

Los geht die Fahrt erst gegen Mittag, also haben wir genug Zeit noch in Ruhe unser letztes Hotelfrühstück zu genießen.

Ich liebe ja Hotelfrühstück und esse da total gerne Sachen, die ich mir zu Hause zum Frühstück nie machen würde. Gebackene Tomaten beispielsweise. Oder Ofenkartoffeln… Hmm, lecker!

Nach dem Frühstück steht noch der Rest des Koffer einpackend an. Ich mache das ja am liebsten alleine, ohne das mir jemand dazwischenfunkt. Dann kann ich in Ruhe mit dem Koffer schimpfen und die Schmutzwäsche anmotzen, dass sie sich gefälligst kleiner machen soll. Im ICE angekommen, ist das Kind selig und nimmt den Beobachtungsposten am Fenster ein – unser begeisterter Zugfahrer.

Wir lesen das neue Zugbuch vor und ich lerne ganz viel über verschiedene Züge…

… und der Mini erklärt mir das ein oder andere Detail. 😉

Danach spielen wir eine kurze Runde Socken Zocken, aber das macht im Zug nicht so viel Spass, wenn man ständig nach heruntergefallenen Karten tauchen muss.

Es wird noch eine Runde gemalt…

…und die nette Schaffnerin schenkt dem Mini eine Kinderfahrkarte!

Der Mini findet das Lochen der Fahrkarte hochspannend und spielt eine Weile, dass er der Schaffner ist und meine Fahrkarte abstempelt. Mit seinem Zug. Dann sind die ersten 35 Minuten Zugfahrt auch schon vorbei. 😜😂

Nein, mal im Ernst – wir reisen schon mit echt viel Spielzeug. Am Anfang möchte der Mini immer ganz schnell alles ausprobieren, was wird so dabei haben, dann wird es meistens ruhiger. Und das Geschehen vor dem Fenster spannender.

Natürlich darf auch der ein oder andere Snack nicht fehlen – und auch über das Kindergeschenk in der Bahn freut der Mini sich immer sehr.

Dass ich vor der Fahrt diesmal eine Reihe von Kinderapps recherchiert habe, hatte ich ja schon auf Instagram ausführlich erzählt. Welche zu unseren liebsten gehören, habe ich in den Highlights hier einmal ausführlich gezeigt. („Kinder Apps“) Unterwegs findet ich die Beschäftigung am Tablett völlig in Ordnung – es ermöglicht eben viele verschiedene Spiele – Puzzle, Memory, Obstgarten, Wimmelbücher – ohne allzu viel Platz einzunehmen.

Perfekt für unterwegs also – und es gibt wirklich schöne Apps, die dem Mini Spaß machen und sehr ansprechend und kinderleicht gestaltet sind.

Ich nutze die Zugfahrt für ein bißchen Lektüre und komme mit meinem neuen Buch weiter. Hier bin ich total zwiegespalten: die Montessori-Grundsätze werden ganz gut erklärt, die Beispiele sind teilweise echt bekloppt, und die ein oder andere Formulierung ist so richtig daneben. Ich weiß noch nicht, wie ich das so finde… Mal sehen, was ich sage, wenn ich durch bin.

Gegen Ende der Fahrt zieht sich die Zeit wie immer etwas und der Mini findet immer interessantere „Sitz“Positionen, die die Vorgabe „keine Füsse auf dem Sitz“ erfüllen. Kreativität ist alles… 🙂

Zu Hause angekommen, schmeißt der beste Mann von allen erstmal eine Waschmaschine an und ich mache die Post auf. Der Mini ist im siebten Himmel, denn er hat von einer Instagram-Freundin einige Zug-Pixiebücher geschenkt bekommen, die die DB einmal herausgegeben hat. Ich finde das so lieb – falls du das hier liest, noch einmal vielen Dank! Ich habe so eine Ahnung, was heute Abend vorgelesen werden soll…

Zwischen den Ins-Bett-gehen liegt aber noch das Abendessen und das wird nun wirklich dringend. Der Mini wird nämlich ausgesprochen „hangry“, wenn er Hunger hat. Keine Ahnung, von wem er das nur hat. 😂 Er möchte mir dann sogar noch beim Möhren schneiden helfen und schnipselt das Gemüse sehr akurat in Stückchen. Als er mir dann aber noch was dringendes erzählen möchte und wild mit dem Messer gestikuliert, übernehme ich dann doch lieber unauffällig. Ich möchte heute keinen Unfall mehr… 🙈

Jetzt darf der Mini noch eine Folge Conni schauen – „Conni fährt Bahn“, wir hatten ja heute noch nicht genug Züge. 😅 Und dann geht es ab ins Bett und für meinen Mann und mich gibt es nach dem Koffer ausräumen noch ein leckeres Take-Away Abendessen vom Italiener.

Hach, das war schön in Berlin – wirklich toll, was wir alles gesehen haben. Und trotzdemn: nach Hause kommen ist immer wunderschön. ❤️

Liebe Grüße,
Eure Tina

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