Natur erleben: ein Vogelhäuschen für den Garten

Wenn es Winter wird, werden auch die Gelegenheiten für Aktivitäten in der Natur weniger. Gerade mit einem Kleinkind finde ich den Winter deshalb manchmal schwierig: mein Draussenkind ist gerade an der frischen Luft unterwegs und vermisst die Gartenzeit und die Naturerlebnisse des Sommers doch sehr. Ich habe mir deshalb bereits im Herbst überlegt, wie wir den Winter in diesem Jahr in unserem Garten sinnvoll nutzen können – mit einem Vogelhäuschen!

Vogel füttern: Ja oder nein?

Man hört ja durchaus unterschiedliche Meinungen zum Thema Winterfütterung von Vögeln und so habe ich mich erst einmal im Internet schlau gemacht, ob das Füttern überhaupt eine gute Idee ist. Kurz: ist es! Auf der Seite des NABU habe ich dazu einen schönen Text und viele grundlegende Informationen zur Fütterung gefunden.

Besonders schön fand ich, dass die Aspekte Naturerlebnis und Umweltbildung hierbei so eine große Rolle spielen – genau das waren die Gründe, die mich zuerst auf die Idee gebracht haben. Auf der Seite findet ihr auch viele Materialien, die wie in diesem Beispiel erklären, welche Vogelart was gerne frisst. Und die Vogelart noch einmal abbildet, damit man bei der Frage „Und was IST das jetzt für ein Vogel, Mama?“ nicht allzu blöde dasteht. 😉

Unser Vogelhäuschen

Wir haben ein Bauset im Baumarkt gekauft, das man nur mit einigen wenigen Schrauben zusammen setzen musste. Ja, ich weiß das man das auch selber bauen kann. So war es für uns bequemer – der Mini durfte das Häuschen aussuchen und hat auch fleissig beim Aufbau geholfen. Da wir keine Wand haben, an der man etwas befestigen kann, musste es ein freistehendes Häuschen sein.

Wir haben es zunächst auf der Terrasse aufgestellt, allerdings gab dann eine liebe Instagram-Leserin den Tipp, es ein wenig mehr im Garten zu verstecken. Die Vögel fühlen sich so wohl geschützter. Ich hatte zunächst Bedenken, weil es bei uns sehr viele Katzen gibt – bisher sind die Vögel aber immer deutlich schneller gewesen.

Das Vogelfutter

Wir haben im Handel eine Körnermischung für Vögel gekauft und diese mit Haferflocken gemischt. Mit etwas Kokosfett und kleinen Muffin-Förmchen (z.B. Palmen oder ähnliches Fett, das zum Frittieren gedacht ist), lassen sich daraus dann ganz einfach Meisenknödel herstellen.

Das haben der Mini und ich vergangene Woche gemeinsam und mit viel Spaß gemacht. Vorsichtig, es wird durchaus heiß und fettig! Angenehmer Nebeneffekt: unsere Naturstein-Arbeitsplatte in der Küche glänzt jetzt wieder richtig schön! 😉 Wir haben Fett und Körner im Verhältnis 1:1 gemischt. Beim nächsten Mal würde ich etwas weniger Körner nehmen, dann halten die Knödel besser zusammen.

In diesem Winter sollte man auch die Eichhörnchen übrigens nicht vergessen: durch den heißen Sommer fällt die Nussernte etwas spärlicher aus und die munteren Gesellen freuen sich über ausgelegte Nüsse!

Erste Erfahrungen: Vögel sind Gewohnheitstiere

Wir hatten also unser Vogelhäuschen aufgestellt, das Futter verteilt und es passierte: nichts. Über mehrere Tage hat sich im Häuschen kein Vogel blicken lassen. Nachdem wir den Standort verändert haben, wurde es zumindest vom Baum aus interessiert beäugt, aber herangetraut hat sich erstmal keiner der gefiederten Freunde. Es hat ungefähr eine Woche gedauert, bis das Häuschen angenommen wurde – ich wurde schon ein bißchen ungeduldig, muss ich gestehen.

Aber offenbar dauert es etwas, bis die Tiere mit der neuen Futterstelle warm werden. Jetzt kommen jeden Vormittags mehr und mehr Vögel und es herrscht teilweise Hochbetrieb. Also: nicht die Geduld verlieren, verschiedene Standorte ausprobieren und abwarten!

Vogelbeobachtungen

Die Gelegenheit heimische Vögel zu beobachten war mit ein Hauptgrund für unsere Anschaffung des Vogelhäuschens. Es braucht ein bißchen Beobachtungszeit, um herauszufinden wann das Häuschen besonders gerne besucht wird. Bei uns ist das vormittags – und am besten bei schönem Wetter! Dann tummeln sich Rotkehlchen, Blaumeisen, Haussperlinge und Kohlmeisen rund um die Futterstelle.

Nachdem wir dem Mini erklärt hatten, dass es nicht hilfreich ist an die Scheibe zu hämmern und „Haaaalloooo Vöööögel!!“ zu brüllen, haben wir jetzt schon einige Tiere auch etwas länger beobachten können. In diesem Zusammenhang haben wir auch unsere Bücher zum Thema Vögel noch einmal herausgesucht und vorgelesen – damit der Mini auch weiß, wen wir da beobachten.

Das waren unsere Erfahrungen und Tipps zum ersten Jahr mit unserem Vogelhäuschen – habt ihr eigentlich auch eins? Falls nicht: es lohnt sich, versprochen!

Liebe Grüße,
Eure Tina

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