Über Wasser, Saftschorle & Co. – 10 Tipps, wie Kleinkinder an heißen Sommertagen genug trinken

(Dieser Text enthält Werbung für Valensina.)

Erwachsene sollten zwei bis drei Liter täglich trinken – ich tue mich damit sehr schwer, und bin da nicht die einzige. Mein Durstgefühl bemerke ich kaum, wenn ich viel zu tun habe und beschäftigt durch die Gegend flitze – und anscheinend kommt mein Sohn da ganz nach mir. Wenn der Tag spannend ist, und es viel zu sehen und erleben gibt, dann steht sein Wasserglas oft stundenlang unberührt auf dem Tisch. Ausreichend zu trinken ist aber gerade für Kleinkinder besonders wichtig, denn Kinder benötigen im Verhältnis mehr Flüssigkeit als Erwachsene.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Kinder im Alter zwischen einem und vier Jahren beispielsweise eine Flüssigkeitszufuhr durch Getränke von 820 ml pro Tag (komplette Tabelle der DGE) – das ist schon ziemlich viel. Und bei hohen Temperaturen oder viel Bewegung steigt der Bedarf schnell an.Der Vollständigkeit halber möchte ich aber auch darauf hinweisen, dass man es mit dem „viel Trinken“ auch übertreiben kann. Bei übermäßiger Trinkmenge verliert der Körper Salz und wichtige Mineralien – was genauso wenig gut ist, wie zu wenig zu trinken. Wie so oft liegt das Optimum irgendwo in der Mitte.

Das Mittel der Wahl: Wasser

Völlig egal ob mit Kohlensäure oder ohne, aus der Flasche oder aus der Leitung: Wasser ist DAS Getränk für Groß und Klein, da sind sich glaube ich alle einig. Der Mini mag überhaupt kein Sprudelwasser und bevorzugt Wasser ohne Kohlensäure – und zwar am liebsten kalt. Ich versuche nun also schon seit der Beikosteinführung, den Mini für das Trinken zu begeistern, an das er alleine wirklich nur an ganz heißen Tagen denkt.  Und weil das Thema Trinken bei uns von Anfang an nicht ohne war, habe ich in diesem Post einmal 10 Tipp zusammengestellt, wie ich den Mini an das Trinken erinnere.

Tipp 1: Wasser immer bereit stellen

Nur wenn das Wasserglas in erreichbarer Nähe steht, greift an auch zu. Nur wenn es im Sichtfeld steht, denkt man daran regelmäßig zu trinken. Das ist bei Kindern nicht anders als bei uns auch. Egal wo gespielt wird, im Wohnzimmer, im Kinderzimmer, im Garten – ein Glas Wasser steht immer in seiner Nähe. Natürlich führt das auch zum ein oder anderen nassen Unfall, inzwischen ist der junge Mann aber sehr vorsichtig.

Tipp 2: Regelmässig erinnern – und zwar konkret!

„Hast du Durst?“ – das habe ich den Mini oft gefragt. Durst ist aber für ein Kleinkind natürlich ein sehr abstrakter Begriff – den er vielleicht noch gar nicht richtig versteht. Besser funktioniert es, ihn direkt aufzufordern:  „Komm‘, lass uns zusammen etwas trinken“, damit funktioniert das regelmässige Trinken während des Spielens eigentlich ganz gut.

Tipp 3: Selbst ist das Kleinkind

Wer hier regelmässig mitliest weiß, dass wir unser Familienleben möglichst Montessori-inspirert gestalten. Dazu gehört auch, dem Mini möglichst viel Selbstständigkeit einzuräumen und ihn dabei zu unterstützen, Dinge alleine zu tun. Das gilt auch für das Trinken!

Auf vielen Montessori Blogs sieht man wunderschöne Wasserspender, aus denen die Kinder sich alleine Wasser in ein Glas füllen können – oder Wasser zum Malen oder für Übungen finden. So einen Wasserspender haben wir aus ganz pragmatischen Gründen (Größe, Stellplatz, passt nicht in die Spülmaschine) nicht – wir stellen dem Mini stattdessen eine kleine Karaffe mit Wasser zur Verfügung, aus der er sich selbst bedienen kann, wenn sein Glas leer ist. Und was muss man machen, damit das Glas leer wird? Richtig, trinken. 😉

Tipp 4: Wasser „mit Schuss“ – als kleine Abwechslung

Bei uns gibt es nicht nur Wasser. Der Mini trinkt wahnsinnig gerne Apfelschorle und aus unserer Sicht spricht nichts dagegen, ihm auch das anzubieten. Bei uns bedeutet Apfelschorle allerdings ein Glas Wasser mit einem Schuss Apfelsaft – das muss man vielleicht dazu sagen. Dem Mini ist das egal, er findet seine „Apfeschoale“ prima – und ich bin happy, dass er so ein wenig mehr trinkt.

Tipp 5: Bunt, bunter, Kinderbecher

Kinderbecher, -gläser, oder -tassen gibt es wirklich in allen Formen und Farben. Wir mögen nicht so gerne Kunststoffbecher – zum einen weil sie wegen des geringen Gewichtes schneller umkippen, zu anderen weil wir der Meinung sind, dass Kinder schon früh mit Materialien wie Glas oder Porzellan umgehen sollten.

Der Mini liebt seine Geburtstagstasse aus dem Kindergarten besonders – die hat seine Kindergärtnerin für ihn bemalt. Wenn ich ihn frage, welches Glas oder welche Tasse er möchte, dann ist es immer diese.

Tipp 6: Immer etwas zu trinken dabei haben

Wenn wir mit dem Mini unterwegs sind, haben wir immer etwas zu trinken für ihn dabei. Ich habe noch keine wirklich dichte Kinderflasche für unterwegs gefunden – irgendwann ist bisher jedes ausprobierte Modell in meiner Tasche inkontinent geworden. Deshalb kann ich euch hier keine Flasche für unterwegs empfehlen, wir suchen selber noch danach.

Gerade unterwegs ist es aber besonders schwierig, den Mini zum Trinken zu bewegen. Im Zoo, in der Stadt, im Park – überall ist es spannend, es gibt viel zu entdecken, und dann nervt Mama wieder mit der Wasserflasche. Wir haben daher unterwegs als Ausnahme und kleine Besonderheit außer der Reihe nun häufiger mal eine Flasche Valensina Kids Fruchtmix dabei. In dem Fruchtsaft-Wassermix ist kein zusätzlicher Zucker enthalten, weshalb ich das für Unterwegs als kleine Trinkmotivation völlig in Ordnung finde. Der Mini liebt die Benjamin Blümchen Flasche und greift – weil es etwas besonderes ist – dann auch unterwegs gerne zu. Die Variante Apfel-Kirsche ist bei ihm sehr beliebt! Die Flasche umfassen 0,33 Liter – nicht genug für einen Tagesausflug, aber eine schöne Überraschung als Ergänzung zur normalen Trinkflasche.

Tipp 7: Vorbild sein und selbst regelmässig trinken

Puh, ich bin ganz ehrlich – das fällt mir schwer. Kaffee ist kein Problem, den könnte ich Literweise trinken. Das Wassertrinken vergesse ich aber selbst oft regelmässig. An manchen Tagen stelle ich mit jetzt den Handywecker, um zumindest alle zwei Stunden einmal kurz daran erinnert zu werden, etwas zu trinken. Nachmittags halte ich mich dann an meinen Sohn und trinke immer dann etwas, wenn ich ihn daran erinnere. 😉

Tipp 8: Strohhalme – eine gute Alternative für draussen

Der Mini ist kein Fan von Strohhalmen – aber die meisten Kinder in unserem Bekanntenkreis sind es! Mit einem Strohhalm wird das Trinken offenbar spannender, auf jeden Fall beobachte ich so regelmässig dass mit dem bunten Röhrchen mehr getrunken wird als ohne. Um die Umwelt zu schonen, bieten sich Papierstrohhalme oder wiederverwendbare Varianten aus Glas oder Metall an. Aber auch hier gilt: eine schöne Ausnahme, die Abwechslung bietet – aber nicht die Regel sein sollte.

Tipp 9: Wasser „mit was drin“ anbieten

Nein, keine Saftschorle, das hatten wir ja schon. 😉 Unter dem aufbauschenden Begriff „infused water“ versteht man Wasser mit Obst oder Gurke, das dann ein kleines bißchen den Geschmack annimmt – und hübsch aussieht. 😉 Findet der Mini auch. Logischerweise ist Wasser mit Erdbeeren bei ihm beliebter als Wasser mit Gurke – das ist eher mein Favorit für ein kleines bißchen Geschmack im schnöden, aber gesunden Wasser.

Eine andere Variante sind Eiswürfel mit etwas Obst oder Saft – die verwandeln das Wasser aus Kleinkindsicht auch in ein spektakuläres Getränk und sind sehr schnell vorbereitet.

Und, last but not least…

…Tipp 10: Wasser kann man auch essen!

Oh ja, das kann man! Glaubt ihr nicht? Aufgepasst: Sehr wasserhaltiges Obst und Gemüse – dazu zählen beispielsweise Gurken, Wassermelonen, aber auch Erdbeeren – kann auch für eine Flüssigkeitszufuhr sorgen, wenn alle Trinktipps nicht mehr helfen.

Da unser nachmittäglicher Obstteller eine feste Tradition ist, achte ich im Sommer einfach verstärkt darauf sehr wasserhaltiges Obst oder auch etwas Gurke mit anzubieten. Der Mini liebt es und ich kann sicher sein, dass er auch an heißen Tagen gut mit Flüssigkeit versorgt ist.

So, das alles habe ich den vergangenen drei Jahren ausprobiert, damit der Mini ausreichend trinkt – je älter er wird, desto einfacher ist es natürlich auch ihm zu erklären, warum Wasser wichtig für den Körper ist. Leider habe ich dazu noch kein schönes kinngerechtes Buch gefunden – für Tipps und diese Richtung bin ich sehr dankbar! Und wenn ihr noch weitere Tipps habt – hinterlasst mir gerne einen Kommentar.

Alles Liebe,
Eure Tina

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2 thoughts on “Über Wasser, Saftschorle & Co. – 10 Tipps, wie Kleinkinder an heißen Sommertagen genug trinken

  1. Danke für deine tollen Ideen, wir werden die ein oder andere in den kommenden Tagen in unsren Alltag einbauen.

    Wir haben eine Emil-Flasche mit normalem Drehverschluss- seit 6 Monaten komplett dicht! Mittlerweile haben nicht nur die Kids eine, sondern ich auch.

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