Pinsel, Puder & Co. – meine Leidenschaft für MakeUp. In der Mamaversion.

Schon lange liegt so ein Beitrag in meinem Blogentwürfen – ich liebe MakeUp und das Schminken und wollte darüber schon lange einmal etwas schreiben. Und habe es doch immer nicht getan. Weil ich es extrem schwierig finde, schöne MakeUp-Fotos zu machen, auf denen man auch etwas erkennen kann. Weil ich es schwierig finde, zu beschreiben was mich am Thema Schminken zu fasziniert. Weil dem ganzen immer ein Hauch von Oberflächlichkeit anhaftet.

Eigentlich hat mich das Thema MakeUp erst in dieses Internet gebracht – damit fing alles an. Ich habe Beautyblogs verschlungen, YouTube-Tutorials nachgeschminkt und mich von Produktempfehlungen anstecken lassen. Das klingt total oberflächlich? Hm. Es ist eine Seite von mir, neben anderen. Eine Seite, die schöne Produkte mag und die Zeit am Schminktisch als kleine Auszeit genießt. Einer meiner liebsten Beauty-Blogs ist übrigens „Der blasse Schimmer“ – und Flo, die gerade selbst Mutter geworden ist, hat kürzlich gefragt, wie sich die Schminkroutine durch das Muttersein verändert hat. Das war übrigens der Anstoss zu diesem Blogpost. Wer übrigens mit drei Kindern auch immer wunderschöne Looks schminkt und ein großes Schminkvorbild ist, ist Tanja alias Rougerepertoire. Schaut mal bei ihr vorbei, ich bin immer wieder inspiriert.

Schminkroutine früher und heute

Eigentlich ist es ja eher so, dass man Mütter nach MakeUp fragt und oft hört „das ist mir jetzt nicht mehr so wichtig“. Bei mir war es genau anders herum. Ich habe mich vor der Geburt des Mini morgens immer sorgfältig und ausgiebig (…und lange!) geschminkt. Das gehörte einfach für mich dazu, es hat mir Spaß gemacht und ich habe gerne ein bißchen herumexperimentiert. Mit der Geburt des Mini war erst einmal JEDE Routine dahin, also auch meine Morgenroutine. Aber schon nach ein paar Wochen fiel mir auf, dass mir das Schminken fehlte. (Ich finde übrigens das etwas altbackene „zurechtmachen“ ein sehr viel schöneres Wort als schminken – nur so am Rande.)

Das Schminken fehlte mir damals nicht,, weil ich mich ungeschminkt nicht schön finden würde – zu diesem Zeitpunkt war mir mein Aussehen relativ egal. Irgendwo hatte man ohnehin immer Milch-Spuckflecken, wer achtet da schon auf Mascara & Co? Was mir fehlte, war meine kleine morgendliche Auszeit nur für mich. Mir etwas Gutes tun, sich für 10 Minuten nur mit mir selbst beschäftigen.

Also habe ich mir die Zeit morgens wieder genommen. Ich habe meine wichtigsten Schminksachen nach unten ins Gästebad gestellt und den ersten Vormittagsschlaf des Mini genutzt, um mich einfach mal nur um mich zu kümmern. Und das hat so gut getan! An manchen Tagen habe ich das auch mit dem Mini in der Trage vorm Bauch gemacht, wenn das Schlafen gar nicht anders möglich war. So hatte mein Kind ab und an schonmal ein wenig glitzernden Highlighter auf dem Kopf – aber ist mit einer entspannten Mama in den Tag gestartet.

In dieser Zeit hat sich eine neue MakeUp-Routine entwickelt, die ich auch heute an Tagen mit wenig Zeit noch quasi mit geschlossenen Augen schminken kann – und die möchte ich euch heute zeigen. Die Fotos sind immer noch bescheiden, ich arbeite daran. Aber: der Mini spielt mittlerweile alleine in seinem Kinderzimmer, während ich mich fertig mache. Ob das den Wellness-Faktor aber nun erhöht, weiß ich nicht genau. Früher habe ich immer auf die Uhr und das Babyphone geschaut, jetzt frage ich mich nach zwei Minuten Stille am Stück immer sofort, was der junge Mann gerade so anstellt… 😉

Meine 10 Minuten-Mama-Schminkroutine

Ich zähle einfach erstmal auf, welche Produkte ich in welcher Reihenfolge benutze. Theoretisch kann man so nämlich jederzeit aufhören, wenn das Baby sich meldet oder das Kleinkind im Badezimmer leise murmelt „jetzt ist alles GANZ nass…“.

  1. Concealer, Concealer, Concealer, Concealer. Ja, das ist glaube ich der heilige Gral jeder Schlafmangel-geplagten Mutter.
  2. Optional: Make-Up. Lasse ich an guten Hauttagen auch gerne weg. Ansonsten nehme ich meistens ein MakeUp mit geringer Deckkkraft, da muss man sich nicht so viel Mühe beim Auftragen geben. Wenn es richtig heiß ist, pudere ich das MakeUp noch ab, ansonsten benutzte ich schon seit einer Weile keinen Puder mehr, den ersten Fältchen (Lachfalten, alles Lachfalten!) sei Dank.
  3. Wimperntusche. Kleines Zaubermittelchen, man sieht sofort wacher aus.

Prinzipiell kann man hier schon aufhören und sieht gleich ein bißchen ausgeschlafener aus. An manchen Tagen mit Baby habe ich auch einfach nicht mehr geschafft.

4. Augenbrauenstift: Meine Augenbrauen habe ich sträflich vernachlässigt, bis ich einmal festgestellt habe, wie gut es aussieht, wenn man sie ein kleines bißchen nachzieht. Ich habe auch Augenbrauen-Puder und ein Gel – aber wenn es schnell gehen muss, klappt es mit einem Stift am schnellsten.

5. Bronzer. Dieses Produkt habe ich ganz lange unterschätzt. Ich habe immer Rouge benutzt, um etwas frischer auszusehen – dabei geht das mit Bronzer sehr viel einfacher und subtiler.

6. Lippenstift. Ich habe sehr lange zur Fraktion „RosenholzNudeBeigeBräunlichNatürlich“ gehört und hatte drölfzig Lippenstifte in quasi der gleichen Farbe. Und dann ist der Knoten geplatzt. Und wisst ihr was? An den Tagen, an denen man supermüde ist, an denen man den Concealer auch mit dem Spachtel auftragen könnte, genau an diesen Tagen sollte man den intensivsten Lippenstift tragen, den man hat. Knallrot ist meistens meine Wahl – niemand achtet auf Augenringe, wenn man roten Lippenstift trägt, glaubt mir. 😉 Ich kann nur dazu raten, sich das zu trauen!

Und jetzt? Was mache ich mit dem ganzen Kram?

Ich trage den Concealer entweder mit dem Pinsel oder mit einem Schwämmchen auf – gerne in dieser lustigen Ei-Form. Bei letzterem müsst ihr eine wichtige Sache beachten: den Schwamm nass machen, bevor ihr den Concealer damit einklopft. Ansonsten hängt der Concealer komplett im Schwamm statt auf eurer Haut. Mein neues Lieblingsprodukt ist übrigens der Becca Under Eye Brightening Corrector. Der gehört noch unter den Concealer ist ist was für die ganze montäglichen Montage. Die schweinchenrosa, etwas klebrige Creme verbindet sich super mit der Haut und lässt den blauen Augenschatten wirklich verschwinden. Meine Bedenken, dass das Ganze mit dem Concealer „zu viel“ sein könnte, waren unbegründet – man sieht das einfach nicht. Das Produkt hat mir übrigens Tanja von Rougerepertoire empfohlen: eine Verkäuferin hat es ihr ans Herz gelegt mit den Worten, damit sähe man so aus, als ob man keine Kinder habe. 🙂 Musste ich ausprobieren!

Wenn ich MakeUp benutze, dann gerne eins ohne hohe Deckkraft, wenn es schnell gehen muss. Dann hat man einfach viel weniger Aufwand beim einarbeiten und verblenden. Das mache ich übrigens immer mit einem Pinsel, einem flachen und fest gebundenen. Mit dem Ei-Schwamm dauert mir das zu lange.

Bei Wimperntusche kann man ganz schwer Empfehlungen aussprechen, finde ich. Ich persönlich mag die Lancome Mascaras sehr gerne und aus der Drogerie die von L’Oreal und Catrice. Was ich aber vielleicht auch dazusagen muss: Ich benutze seit einer Weile ein Wimpernserum, das meine Wimpern länger und voller wachsen lässt, seitdem macht eigentlich fast jede Mascara einen guten Job. Wer das nicht möchte, kann übrigens auch super mit einem Lidstrich fülligere Wimpern schummeln. Nein, nein, jetzt nicht abschrecken lassen. Ein Lidstrich ist reine Übungssache! Das kann jeder! Ich empfehle für den Anfang einen „Filzstift“ zu benutzen: der Superliner von L’Oreal ist prima für Anfänger oder der Manhattan Eyemazing Liner.

Die Augenbrauen nachzuziehen ist bei mir mittlerweile eine Sache von ein paar Sekunden. Wer sich da unsicher ist, dem rate ich auch bei brünetten Augenbrauen erst einmal zu einer helleren Farbe zu greifen. Dunkelbraune Balken über den Augen sehen nicht schön aus, besser ist es sich langsam an eine dunklere Farbe heranzutasten.

Mein allerliebstes Produkt, um schnell frisch und erholt auszusehen, ist Bronzer. Vergesst bitte zuallererst alle glitzernden, schimmernden und orangefarbenen Bronzer. Das ist kein Bronzer, der ist nämlich immer, immer, immer matt. Am besten orientiert ihr euch bei der Farbwahl an einer Hautstelle, an der ihr gut gebräunt seit – den Unterarmen vielleicht? Noch einen Tick dunkler darf der Bronzer sein, aber bitte nicht zu rötlich. Ich mag den Hoola Bronzer von Benefit im Sommer sehr gerne – im Winter reicht mir der Physicians Formula Muru Muru Bronzer in Light völlig aus. Ich benutze den Bronzer keinesfalls auf allen Stellen im Gesicht, auf die die Sonne fällt – dann sähe ich aus wie ein Clown! Ich konturiere damit unterhalb des Wangenknochens (am besten mit einem weichen und fluffigen Pinsel, so malt man keine Balken), an der Schläfe und unter der Kinnlinie. Wenn man das Gesicht von der Seite betrachtet, malt man so quasi ein „E“, das finde ich eine gute Orientierung.

Last, but not least: Lippenstift. Ich liebe Lippenstift und habe eine wirklich schöne Sammlung. Rot mag ich besonders gerne, die Farbe passt einfach immer und sieht so aus, als ob man sich wahnsinnig aufwändig geschminkt habt. Neuerdings muss ich einen Lipliner benutzen, damit die Farbe da bleibt, wo sie hinsoll – das habe ich aber früher nie gemacht.

Und: fertig!

So, jetzt habe ich wirklich unglaublich viel übers Schminken geschrieben – wow! Das hätte ich vorher gar nicht gedacht. Findet ihr das Thema interessant? Lasst mich das doch mal in den Kommentaren wissen, ja? Mir würden durchaus noch ein paar Themen einfallen, aber ich muss wohl noch etwas an den Fotos arbeiten.

Für diesmal habe ich aber entschieden, dass es so reicht. Mein Schminktisch steht einfach ungünstig zum Fotografieren, vielleicht finde ich noch eine Alternative.

Alles Liebe,
Eure Tina
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