Die schönsten Gute-Nacht-Bücher für Kleinkinder

Einschlafen ohne Vorlesen? Das gibt es bei uns nicht. Die Gute-Nacht-Geschichte – oder eher die Gute-Nacht-GeschichteN – gehören fest zu unserem Abendritual dazu und werden vom Mini heiß geliebt. Ihn ohne eine Geschichte ins Bett zu bringen? Möglich, aber vermutlich von einem Wutausbruch begleitet. Wie gut, dass der Mini nicht nur gerne Geschichte hört und Bücher liebt, sondern mein Mann und ich diese Liebe teilen und beide sehr gerne vorlesen.

Vorlesen am Abend: dem Tag gute Nacht sagen

Vorlesen finde ich ja grundsätzlich nicht nur schön, sondern auch besonders wichtig für Kinder. Gerade am Abend hilft es unserem aufgedrehten, und mit den Eindrücken des Tages beladenen Kleinkind sehr, zur Ruhe zu kommen. Sich auf eine Geschichte zu konzentrieren und die Bilder anzuschauen macht per se nicht müde, aber die damit einhergehende Entspannung gibt der Müdigkeit überhaupt erst einmal eine Chance überhaupt wahrgenommen zu werden. Meistens werden gegen Ende des Vorlesen dann schon die Augen gerieben und gegähnt und das Licht ausmachen ist dann kein Problem mehr.

Ich glaube, dass gerade Kleinkinder diese Gefühle erst einmal einordnen lernen müssen. Wie fühlt sich „ich bin müde“ eigentlich an? Und wenn der Tag turbulent war, und die vielen Erfahrungen noch durch den Kopf schwirren, fällt das natürlich schwer. Mit dem Vorlesen am Abend haben wir da einen guten Weg gefunden, den wir alle sehr genießen.

Dieser Text erscheint übrigens heute, weil der 23. Mai der erste Schweizer Vorlesetag ist. Nun habe ich mit der Schweiz ja erst einmal nicht zu tun, aber einer meiner liebsten Buchblogs – Mini und Malve – hat anlässlich dieses Tages zu einer Blogparade rund um das Vorlesen aufgerufen! Ich finde #vorlesefieber eine tolle Aktion, und beteilige mich sehr gerne daran!

In diesem Text stelle ich euch also unsere aktuellen Lieblingsbücher am Abend vor – die wir immer wieder gerne lesen. Der Mini ist gerade drei Jahre alt geworden, entsprechend werden die Geschichten nun etwas länger und die Handlungen komplexer. Eine sehr schöne Zusammenstellung von Gute Nacht-Büchern für etwas jüngere Kleinkinder findet ihr hier bei Sandra auf ihrem Blog Wortkonfetti. Sandras Sohn ist etwa ein Jahr jünger als der Mini und hat einen ähnlichen Literaturgeschmack – seine Auswahl kann ich euch also auch ans Herz legen.

Was passiert, wenn es dunkel wird?

„Wenn es dunkel wird“ (PR-Sample) aus der Wieso? Weshalb? Warum?-Reihe von Ravensburger hat sich in kürzester Zeit zu einem echten Liebling gemausert. Warum? Der Mini entwickelt wie alle Dreijährigen aktuell verschiedene Ängste – unter anderem vor dem Dunkeln. Das kindgerechte Sachbuch erklärt wunderbar einfach, warum es nachts dunkel wird, was in der Dunkelheit alles passiert – und was Menschen und Tiere nachts im Dunkeln so machen.

Es bietet schöne Punkte, die man aufgreifen kann, wenn rund ums ins Bett gehen die Fragen auftauchen, was denn andere Menschen oder Tiere jetzt machen. Bei uns ist aktuell die Frage beliebt, warum es denn zur Schlafenszeit noch nicht dunkel ist – und der Mini trotzdem schlafen soll.

Die im Text enthaltenen Fragen beantwortet der Mini immer sehr gewissenhaft und lernt so ganz nebenbei, dass es vor dem Schlafengehen feste Abläufe und zu erledigende Dinge gibt – wie beispielsweise das Zähneputzen.

Ich finde die Informationen – wie bei allen Büchern dieser Reihe – sehr schön aufbereitet und toll erkläre. Das Buch eignet sich prima zum vorlesen und selber anschauen.

Ein Klassiker – Elmar, der karierte Elefant

Elmar ist schon früh bei uns eingezogen und die Geschichte um den karierten Elefanten, der aussehen möchte wie die anderen ist ausgesprochen beliebt. Ich kann sie glaube ich inzwischen auswendig vortragen, so oft habe ich sie inzwischen vorgelesen… „Gute Nacht, Elmar“ (PR-Sample) von David McKee ist eine wunderbare Ergänzung zu der bekannten Geschichte.

Ein kleiner Elefant kann nicht einschlafen, weil er seinen Teddy nicht findet. Elmar verleiht seinen eigenen Teddy und macht sich bei den anderen Tieren auf die Suche, bis der Teddy wieder bei seinem Besitzer landet. Eine sehr süße Geschichte. Der Mini streut gerne beim Vorlesen noch ein paar Elemente der Originalgeschichte ein – und zählt die Farben von Elmar nochmal auf. Eine schöne Gute-Nacht-Geschichte, zu der wir gerne greifen.

Wenn dem Mond ein Stern fehlt

Dieses Buch habe ich in unserem letzten Urlaub in einer Buchhandlung entdeckt und mich spontan in die Geschichte verliebt. „Wenn der Mond die Sterne zählt“ von Günther Jakobs erzählt die Geschichte vom Mond, der wie jeden Abend die Sterne zählt, als ihm auffällt, dass ein Stern fehlt.

Und weil er weiß, dass der Stern fehlt, weil irgendwo ein Kind nicht einschlafen kann, macht er sich auf die Suche nach diesem Kind. Als er es schließlich findet, erzählt er ihm zum einschlafen die Geschichte vom Mond, der die Sterne zählt – und dann sind die Sterne auf einmal alle vollständig am Himmel. Ich finde die Geschichte ganz zauberhaft und die Bilder dazu wunderschön. Der Mini mag das Buch auch sehr gerne und hält nun immer Ausschau nach dem Man – den man leider so früh am Abend meistens noch nicht so gut sehen kann.

Wenn die Nacht erwacht

„Wenn die Nacht erwacht“ von Louise Greig und Ashling Lindsay ist eine Entdeckung meines Mannes auf einer Dienstreise und sicherlich das „mystischste“ Buch unter unseren Gute-Nacht-Büchern. Eine Junge geht abends ins Bett und lässt die nacht aus einer Box unter seinem Bett frei. Ich hatte ehrlich gesagt zuerst ein bißchen Zweifel, ob der Mini schon alt genug für so eine Geschichte ist – und gleichzeitig hat sie mich selbst völlig fasziniert. Die schönen, ungewöhnlichen Zeichnungen, die ganz andere Geschichte ziehen einen in den Bann.

Auch den Mini. Ich habe lange überlegt, was genau er an dieser Geschichte so mag. Ich glaube, dass es die Kontrolle ist, die das Kind in der Geschichte über die Nacht und die Dunkelheit ausübt. Und dass die Nacht und das Dunkel hier etwas freundliches und hilfreiches ist, das der Welt in den Schlaf hilft. Das ist eine sehr liebevolle Darstellung der Nacht und wirklich ungewöhnlich für ein Kinderbuch.

Kleine Bären machen Winterschlaf

„Ab ins Bett, kleiner Bär“ von Britta Teckentrup ist ebenfalls ein Fundstück meines Mannes – man sieht dem Buch auch schon an, dass wir es sehr oft vorlesen. Der kleine Bär und seine Mutter bereiten sich auf den Winterschlaf vor und sagen allen Tieren im Wald gute Nacht.

Die Tiere wünschen ihnen einen guten Schlaf, bevor die beiden sich in ihrer gemütliche Höhle einkuscheln und einschlafen. Eine tolle Geschichte, die der Mini immer wieder aussucht.

Warum Schäfchen zählen nicht immer eine gute Idee ist…

Auf der Blogfamilia habe ich am Beltz Stand dieses Buch entdeckt und spontan vermutet, dass der Mini es lieben würde. Netterweise habe ich „Schläfchen mit Schäfchen“ (allein schon der Titel!!) von Valérie Weishar Giuliani und Sofie Régaéni im Nachgang als Rezensionsexemplar bekommen – und lese es seitdem jeden Abend vor. Was nicht schlimm ist, denn die Geschichte ist eher kurz und hat nicht so viel Text. 😉

Der Beginn dürfte allen Eltern bekannt vorkommen: das Kind möchte noch nicht schlafen und muss noch: was trinken, zur Toilette, ihm ist heiss – und überhaupt! Warum die Idee der Mutter mit dem Schäfchen zählen keine gute ist…

…zeigt sich hier. Die Schäfchen bringen noch Hasen mit, ein paar Schweine und ein kleiner Wolf stoßen noch dazu. Der kleine Wolf kann aber zur Matratzenparty nicht bleiben, denn seine Mama sagt, er muss ins Bett. Das Zählen ist in diesem Wuseln eine echt schwierige Angelegenheit und dann kriegen die Schafe auch noch Durst… Kurz: in der Geschichte schläft erstmal keiner. Und der Mini meistens auch nicht, dafür wird aber viel gekichert und gelacht. Und ein bißchen gute Laune und Gelächter vor dem Einschlafen ist ja auch nicht das schlechteste, oder? 🙂

Über eine ganz tolle Kuscheldecke

„Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der seine Schnuffeldecke nicht hergeben wollte“ (PR-Sample) von Sabine Bohlmann und Kerstin Schoene ist die längste von unseren Gute-Nacht-Geschichten – wie der Titel schon vermuten lässt!

Wann immer der Mini Zeit schinden möchte, ist das seine erste Wahl, denn das Vorlesen braucht schon ein bißchen Zeit. Der kleine Siebenschläfer hat eine tolle, kuschelige Kuscheldecke – die abervon den anderen Tieren dringend gebraucht wird.

Im Laufe der Geschichte stellen die Tiere und der Siebenschläfer fest, dass die Kuscheldecke nicht nur eine tolle Kuscheldecke ist, sondern auch eine prima Nüssetransportdecke, eine Haselmaussprungtuch und ein tolles Indianerzelt. Eine ganz süße Geschichte über das Teilen und die schönen Erlebnisse, die sich daraus ergeben können.

Ich finde die Tierfiguren sehr hübsch illustriert und total niedlich. Über den Siebenschläfer gibt es auch noch weitere Geschichten, die ich mir demnächst einmal ansehen werde. Vielleicht sind die ja etwas kürzer und ich kann mit dem Mini verhandeln? 😉 Er hat übrigens kein Schnuffeltuch, kann sich aber glaube ich trotzdem sehr gut in die Geschichte hineinversetzen.

Das waren Minis Lieblingsbücher zum Vorlesen am Abend, bevor es ins Bett geht – ich hoffe, ihr findet darunter vielleicht auch den ein- oder anderen guten Tipp! Hier ist es jetzt schon fast wieder soweit – es geht in Richtung Bett. Wir suchen dann schonmal ein Buch aus… 🙂

Liebe Grüße – und gutes Vorlesen,
Eure Tina

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2 thoughts on “Die schönsten Gute-Nacht-Bücher für Kleinkinder

  1. Danke für die Ideen. Der Siebenschläfer ist hier schon ein oft gelesenes Buch. Das Buch mit dem Mond habe ich eben für den kleinen Mann bestellt.

    LG Christiane

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