Lange Zugfahrt mit Kleinkind: auf nach Berlin! (Werbung)

*Werbung: Der Text entstand im Rahmen einer vergüteten Kooperation mit der Deutschen Bahn.

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin – hieß es vorletzte Woche für uns. Doch etwas war anders als bei unseren Urlauben und Städtetrips vorher: wir waren mit dem Zug unterwegs. Die Deutsche Bahn hat uns eingeladen, einmal das Langstrecken-Bahnreisen mit Kleinkind auszuprobieren und heute möchte ich gerne über unsere Erfahrungen berichten und ein paar Tipps zusammentragen, die uns auf der langen Zugfahrt mit Kleinkind geholfen haben.

Grundsätzlich sind die Bahn-Vorlieben in unserer Familie übrigens ziemlich unterschiedlich ausgeprägt. Wir haben einen großen Zugfan, der am liebsten in jeden Zug sofort einsteigen würde und vor Freude im Dreieck gesprungen ist, als wir ihm erklärt haben, dass wir diesmal mit dem Zug in den Urlaub fahren. Ratet, wer das wohl ist? Richtig, der Mini. Ich bin beim Reisen pragmatisch: was immer uns schnell und praktisch von A nach B bringt. Und mein Mann? Der war zu Beginn ein bißchen skeptisch, um ehrlich zu sein. Aber 4,5 Stunden Zugfahrt nach Berlin vs. 6,5 Stunden Autofahrt (ohne Pausen) haben ihn dann schließlich überzeugt.

Die Vorbereitung: ich bin Mary Poppins

In der Woche vor unserer Abreise wiederholt mein Mann gerne Mantra-artig, dass er niemals nicht mit einer Dachbox in den Urlaub fährt. Dieses Mal lautet das Mantra: nicht mehr als zwei Koffer! Keine Taschen, Tüten, Rücksäcke und sonstiges Gedöns. Puh, das ist für mich eine echte Herausforderung für eine Woche Urlaub. Ich packe meistens nach dem Prinzip „viel hilft viel“, aber wenn man mal ehrlich ist: das meiste Zeug braucht man ja vor Ort dann doch nicht. Bei einer langen Bahnfahrt mit Kleinkind sollte man beim Packen also im Hinterkopf behalten, dass man das Gepäck mit Buggy und Kleinkind in den Zug hinein und wieder hinaus bekommen muss. Ohne dass hinterher etwas oder jemand fehlt. Also gilt diesmal: weniger ist mehr. Ich lasse als am Vortag Mary Poppins-gleich unseren halben Hausstand in zwei Koffern verschwinden und hoffe, dass er daraus auch in Berlin wieder auftaucht. 😉 Dank hilfsbereiter Mitreisender und wirklich ausreichend langen Stopps war das Gepäckhandling aber auch überhaupt gar kein Problem.

Leider haben wir das „Weniger ist mehr“-Prinzip ein bißchen überstrapaziert und am Morgen der Bahnfahrt in einer cleveren Gemeinschaftsarbeit die Fahrkarten so gut weggepackt, dass wir sie leider beide nicht mehr wiederfinden konnten. Oops. Wir waren uns aber immerhin einigermassen sicher, dass sie irgendwo im Gepäck sind und brechen also einfach mal zum Bahnhof auf, um auf der Autofahrt detailliert die Schuldfrage auszudiskutieren. 😉 Und weil „irgendwo im Gepäck“ weder uns noch dem Schaffner wirklich weiterhelfen wird, suchen wir im Parkhaus noch einmal – und siehe da: sind sind da, wo wir beide vorher 15x nachgesehen haben. Manche Dinge muss man einfach nicht verstehen.

Zugfahrt mit Kleinkind: Hauptbahnhof Köln

Bei schönstem Wetter stehen wir also nun in Köln mit Domsicht am Bahnhof und warten auf unseren ICE. Der Mini ist ganz aufgekratzt und fragt bei jedem einfahrenden Zug, ob das denn nun unserer sei. Und dann, endlich fährt unser ICE ein und unser Experiment kann losgehen: viereinhalb Stunden Zugfahrt mit Kleinkind, wir kommen!

Spielzeug – wer braucht denn das?

Wir finden unsere reservierten Plätze im Familienbereich und machen es uns gemütlich. „Jetzt fahren wir looooos!“, ruft der Mini noch dem Opa auf dem Bahnsteig zu, winkt – und dann geht auch wirklich schon los. Mit Büchern oder Spielzeug muss ich unserem Sohn in der ersten Stunde der Bahnfahrt nicht ankommen – der Zug selber ist viel spannender. Er hält seine Kinderfahrkarte, die wir netterweise vorab von der Deutschen Bahn geschickt bekommen haben, fest in der Hand und freut sich auf den Schaffner.

Zugfahrt mit Kleinkind: Kinderfahrkarte

Als großer Bobo-Fan hat er schon gefühlte 100. Mal die Folge „Bobo fährt mit dem Zug“ gesehen – und da macht der Schaffner ein Loch in Bobo Fahrkarte. Das möchte der Mini jetzt natürlich auch unbedingt. Als der nette Schaffner das gleich als erstes erledigt, als er bei uns eintrifft, haben wir einen glücklichen Mini – und stellen zum ersten Mal ganz erleichtert fest: Zugfahrt mit Kleinkind – läuft!

Zugfahrt mit Kleinkind: Kinderfahrkarte

Ansonsten ist die Zugfahrt selbst für ihn wahnsinnig spannend: aus dem Fenster schauen, Tiere, Brücken, Tunnel oder andere Züge werden frenetisch begrüßt. Es gibt so viel anzuschauen, das es wirklich nicht langweilig wird.

Zugfahrt mit Kleinkind: immer etwas Spannendes entdecken

Besonders spannend findet der Mini die Bahnhöfe: Was macht der Schaffner da? Warum steigt er aus? Wo fahren die anderen Leute denn hin? Welcher Zug darf zuerst weiterfahren? Alles ist interessant und ich bin ganz erleichtert, dass die Kleinkindbespaßung ziemlich gut läuft. Als das Interesse am Zug dann nach einer Weile doch etwas abflaut, ist die mitgebrachte Tonie-Box mit Kopfhörern die liebste Beschäftigung.

Zugfahrt mit Kleinkind: ein Hörspiel gegen die Langeweile

Damit kann man es sich sogar richtig gemütlich machen…

Zugfahrt mit Kleinkind: ziemlich entspannte Sache...

Lange Zugfahrt mit Kleinkind: Pause machen während man fährt

Ein für uns ganz entscheidender Pluspunkt bei einer langen Zugfahrt mit Kleinkind ist die Möglichkeit, sich zu bewegen. Ich kann gar nicht sagen, wie oft wir durch den Zug spaziert sind – ziemlich oft auf jeden Fall! Dem Mini hat das sehr gut getan und auf jeden Fall dabei geholfen, auf der langen Zugfahrt die gute Laune nicht zu verlieren.

Ebenfalls zur guten Laune beigetragen hat natürlich auch die Überraschung, die Kinder sich mit ihrer Kinderfahrkarte im Bordbistro der Deutschen Bahn abholen können. Der Mini findet den kleinen ICE sehr niedlich und hat immer wieder gefragt, ob das denn auch der Zug sei, mit dem wir gerade fahren.

Zugfahrt mit Kleinkind: der kleine ICE

Ein kleines Heft mit Geschichten, zum Ausmalen und mit einigen einfachen Erklärungen zu den Zügen der Deutschen Bahn ist auch noch dabei – toll! Ich finde das wirklich sehr süß gemacht, gerade für kleine Kinder.

Zugfahrt mit Kleinkind: eine Überraschung für Kinder

Es gibt übrigens auch eine kostenfreie App, die „Der kleine ICE“ heisst – für den Mini mit drei Jahren noch zu kompliziert, ich dagegen finde die ziemlich lustig und lasse auf der Zugfahrt eine Weile Züge über mein Telefon sausen und baue Bahnstrecken zwischen verschiedenen Orten. Solltet ihr mal ausprobieren, die ist wirklich ein schöner Zeitvertreib!

Zugfahrt mit Kleinkind: Malheft und kleiner ICE

Und ehe wir uns versehen, sind wir auch schon in Berlin – die Zeit ging doch wirklich schnell vorbei! Nach dem Check-In ins Hotel haben wir dann noch den gesamten Freitag nachmittag in Berlin zur Verfügung und nutzen das tolle Wetter ausgiebig für ein bißchen Sightseeing, bevor am Samstag für mich dann die Blogfamilia Elternbloggerkonferenz auf dem Programm steht. Mit dem Auto wären wir übrigens auch am Freitag morgen nach Berlin aufgebrochen – allerdings hätten wir dann wohl den ganzen Tag mit der Anreise verbracht, um dem Mini regelmäßig die Möglichkeit zu geben sich auch zu bewegen. Mit dem ICE haben wir die Strecke an einem halben Tag geschafft – ich finde das super! Eigentlich kann man das Zugfahren ganz gut so zusammenfassen: man macht eigentlich die ganze Zeit Pause – während man fährt. 🙂 Und hat so mehr Zeit im Urlaub!

Zugfahrt mit Kleinkind: entspannt ans Ziel kommen

Auch unsere Weiterreise nach Sylt zwei Tage später verläuft problemlos. Am Schluss ziehen wir drei ganz klar ein positives Fazit: eine lange Zugfahrt mit Kleinkind klappt prima – und spart Zeit!

Ein paar Dinge sind jedoch hilfreich – hier unsere Top 5 Tipps für eine lange Zugfahrt mit Kleinkind:

Tipp 1:  Vorbereitung ist alles

Gut geplant ist halb gereist! Für eine längere Zugfahrt mit Kleinkind gilt das umso mehr: Schaut euch vorher die Reisezeit an: Müsst ihr euer Kind morgens dafür wecken? Liegen Mahlzeiten in der Reisezeit? Falls ja, müsst ihr das natürlich entsprechend einplanen. Grundsätzlich würde ich empfehlen, mit einem ausgeschlafenen Kind zu reisen – denn auf der aufregenden Zugfahrt war bei unserem Sohn an ein Nickerchen nicht zu denken. Auch eine ausgedehnte Mahlzeit jenseits von Brötchen und Snack hätte er sicherlich nicht gegessen, dafür war alles viel zu spannend. Also waren wir entsprechend ausgestattet.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es den Start in die Bahnfahrt sehr entspannt, wenn man morgens kein Ticket suchen muss. Aber das ist ja kein Tipp, sondern gesunder Menschenverstand – deshalb solltet ihr darauf achten, etwas anderes nicht suchen zu müssen: Sitzplätze. Eine Platzreservierung vor der Fahrt macht vor allem mit Kind absolut Sinn. Wir können den Familienbereich mit größeren Kindern sehr empfehlen. Für kleinere Kinder ist das abgeschlossene Kleinkindabteil mit Kinderwagenparkplatz sehr praktisch!

Tipp 2: Übers Bahnfahren schlau machen

Der Mini möchte immer alles wissen. Um vorab schonmal ein paar Fragen zu klären und eine realistische Erwartungshaltung zu schaffen, haben wir einige Bücher übers Bahnfahren angeschaut – und „Bobo fährt mit der Bahn“ bis zum Abwinken geguckt. So wusste auch der kleinste Reisende ziemlich gut, was ihn im Zug und am Bahnhof so erwartet.

Tipp 3: Den Zug als Unterhaltung nutzen

Auf der Hinreise nach Berlin haben wir kaum Spielzeug benötigt – der Zug selbst war spannend genug. Wann kommt der Schaffner, was macht er genau? Was macht er, wenn der Zug anhält? Und bevor er wieder weiterfährt? Was passiert in einem Bahnhof? Alles Fragen, die der Mini viel spannender fand, als das mitgebrachte Spielzeug. Nutzt diese Neugier, die lässt die erste Stunde wie im Flug vergehen und man hat schon einen guten Teil der Zugfahrt mit Kleinkind geschafft.

Tipp 4: Die Kinderangebote der Deutschen Bahn nutzen

Für den Mini war seine Kinderfahrkarte das allerwichtigste auf unserer Reise! Dass der Schaffner sie abstempelt und locht war ihm total wichtig und er hat das ganz genau beobachtet. Neben der Kinderfahrkarte können sich mitreisende Kinder im Bordbistro aber auch eine Überraschung abholen – einen kleinen ICE und ein Malheft – hier gibt es sogar verschiedene Versionen, angepasst an das Alter des Kindes. Unser Sohn hat sich über alles riesig gefreut. Die kostenfreie App „Der kleine ICE“ ist eher etwas für ältere Kinder – oder Eltern… Den die müssen sich ja auch beschäftigen, während das Kind fasziniert aus dem Fenster schaut! 😉 Mehr Informationen zu den Familien-Angeboten der Deutschen Bahn findet ihr übrigens auch hier.

Tipp 5: Spielzeug für unterwegs

Irgendwann ist auf einer langen Zugfahrt mit Kleinkind der ICE selbst natürlich nicht mehr so spannend, das ist glaube ich klar. Dafür solltet ihr etwas Zug-geeignetes Spielzeug dabei haben, das nicht viel Platz braucht und mit wenig Material viel Unterhaltung verspricht. Neben verschiedenen Pixie-Büchern (klein & leicht!) hatten wir den TipToi-Stift mit Buch sowie die Tonie-Box mit einem neuen, von Oma und Opa extra für die Bahnreise geschenkten Tonie (und Kopfhörern) dabei. Damit haben wir unseren Dreijährigen Hörspiel- und Geschichtenliebhaber prima unterhalten bekommen.

Ich hoffe, die Tipps und unsere Bahnreise-Geschichte helfen euch weiter, wenn ihr einmal eine längere Zugfahrt mit Kleinkind plant – ihr wünsche euch allen auf jeden Fall eine ebenso gute Reise, wie wir sie hatten. Vielen Dank an die Deutsche Bahn für die Einladung – wir haben uns sehr gefreut und hatten viel Spaß unterwegs!

Liebe Grüße & immer gute Fahrt,
Eure Tina

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