Endlich mal wieder: Unser Wochenende in Bildern (21./22. April 2018)

Hier gab es wirklich lange Zeit kein Wochenende in Bildern – irgendwie war die Zeit immer so knapp und die Wochenende so voll, dass ich Sonntags oft keine Lust hatte, nochmal den Rechner aufzuklappen. Aber weil ich es selber einfach so gerne lese, es dieses Wochenende gut gepasst hat und plötzlich der Sommer ausgebrochen ist: tadaaaaa, ein Wochenende in Bildern!

Der SAMSTAG begann für uns alle außergewöhnlich spät, denn der Mini schläft bis halb acht. Das ist ungefähr so selten wie eine komplette Sonnenfinsternis, weshalb wir an solchen Tagen natürlich ab halb sieben schlaflos durchs Haus geistern. Was mich zu der erschreckten Frage führt, ob man Ausschlafen wohl verlernen kann? Der Mini treibt uns nach seinem Aufwachen zur Eile an, denn er möchte Rührei in der Stadt frühstücken, aber bitte pronto. Da wir für diesen Ausflug gerne angezogen wären, beschäftigt der Mini sich in der Zwischenzeit mit einem neuen Puzzle mit der „Bio Maja“. Ich habe keine Ahnung, wie er darauf kommt, aber er lässt sich nicht davon abbringen, dass die Biene „Bio Maja“ heisst.

Im Café angekommen studiert der junge Mann erstmal kritisch die Karte, um dann doch beim avisierten Rührei zu bleiben.

Ich bewundere in der ruhigen Minute die neue Deko in unserem Lieblingscafé – neue Holztische, graue Sessel und irgendwie eine ganz andere Atmosphäre als vorher. Aber schön, gefällt mir sehr gut.

Da wir vergessen haben, dem Mini für die Wartezeit etwas zum Spielen einzupacken (Shame one me, aber der kleine Drill Instructor hat uns ja in einem Affenzahn aus dem Haus gescheucht!), muss Papas Autozeitung herhalten.

Für mich gibt es übrigens Brusschetta zum Frühstück – Brötchen kann ich schließlich auch zu Hause essen. 😉 Irgendwie bestelle ich unterwegs gerne Dinge, die ich mir zu Hause nicht machen würde. Da der Mini keine rohen Tomaten mag, ist mir mein Frühstück auch sicher. Mein Mann hat leider Pech und muss ein Fleischwurst-Brötchen abtreten und um seine Portion des Rührei bangen. Augen auf bei der Bestellung sag‘ ich da nur… 😉

Nach dem obligatorischen Besuch im Drogeriemarkt für Nachschub an üblichen Kinderhygieneprodukten, gehen wir das Projekt „Sonnenbrille für den Mini“ an. Er hat in letzter Zeit oft darüber geklagt, dass ihn die Sonne blende und ist mit zusammengekniffenen Augen durch die Welt gerannt. Aus nachvollziehbaren Gründen findet wir diese Lösung nicht ganz so gut. Die Sonnenbrillenwahl ist nicht so schwer, der Mini findet das Ding „cool“ und sieht auch genau so damit aus. Hoffen wir mal, dass sie zumindest die nächsten Wochen bis zum Urlaub übersteht.

Wir schauen kurz bei meinen Schwiegereltern vorbei und kaufen noch ein bißchen auf dem nahegelegnen Markt ein. Den Inhalt unserer Biokiste vom Mittwoch haben wir schon komplett vernichtet, eigentlich unglaublich. Also muss Nachschub her. Ganz anders als alle anderen auf dem Markt kaufe ich Erdbeeren und Spargel – und fühle mich ein klein wenig wie ein Lemming. Aber wenn man halt Lust darauf hat?

Nachdem der Mini zufrieden und glücklich die Wohnung von Oma und Opa ins Chaos gestürzt hat, wir grob wieder Ordnung geschaffen und den Oma&Opa-Tag für nächste Woche ausgemacht haben, geht es wieder nach Hause. Wo uns schon eine Nachbarin mit Päckchen für uns erwartet. Ich freue mich ja immer noch wie ein kleines Kind, wenn Päckchen für mich ankommen. Auch wenn ich es selbst bestellt und bezahlt habe – und natürlich weiß, was drin ist. In diesem Fall: Büromaterialien für mein Home Office und dieses schöne Kochbuch. Nachdem ich letzte Woche mit Veronika bei einem Event kochen dufte (und das so lecker war!), ging mir das gute Stück nicht mehr aus dem Kopf.

Glückliches, leicht belämmertes Grinsen beim Kochbuchblättern. Lasst mich einfach, jeder hat ja einen kleinen Tick. Ich freue mich schon riesig aufs Nachkochen.

Ich weiß es gerade nicht mehr genau, aber vielleicht grinse ich auch schon so, weil vor mir die so genannte „Me-Time“ liegt? Mein Mann und der Mini brechen nämlich nachmittags zum Spielplatz auf und ich genieße die Ruhe im Garten. Mit einem Buch. Ja, dieses Ding aus Papier mit den vielen Seiten. Ich versuche seit einer Woche „Die Geschichte des Wassers“ zu Ende zu lesen – und scheitere. Irgendwas ist immer. Eigentlich wäre das der perfekte Titel für ein Buch übers Elternsein, oder?

Also: Buch, Sonne, Kaffee (nicht auf dem Bild) und Avocado-Erdbeer-Salat. Hach. Es ist perfekt.

Irgendwann mache ich mir dann aber langsam Sorgen, weil ich nichts höre und die beiden schon eine ganze Weile unterwegs sind. Dieses Mamasein ist eine ziemlich ambivalente Geschichte, kann ich euch sagen. Anstatt mit einem Glas Sekt ins Planschbecken zu springen und die Musik aufzudrehen, fragt das gemeine Muttertier sich, ob die beiden Lieblingsmänner vom Sandkasten verschluckt worden sind. Bekloppt, ich weiß.

Und dann trudeln sie auch schon wieder ein. Ziemlich dreckig und sehr glücklich. Wir zuppen den Mini einmal im Eiltempo durch die Badewanne, denn wir sind abends noch mit meiner Mama zum Essen verabredet. Beim Griechen. Weil es da Hackbällchen gibt. (Und Aperol Spritz!)

Diesmal bin ich schlauer und habe die volle Restaurant-Austattung dabei: Puzzle, Autos, Stifte, Malpapier. Gut, der Mini möchte nichts davon, sondern lieber draussen rumstromern. Wie du es machst, ist es verkehrt. (Der Untertitel fürs Buch, ich sollte mal einen Verlag anfragen…) Wir geniessen das Essen, der Mini die Wanderschaft.

Natürlich gibt es hinterher noch ein Eis. Wenn die Eisdiele auf dem Weg zum Auto liegt, führt daran im wahrsten Sinne des Wortes kein Weg vorbei. Das Tolle am Kinderhaben ist, dass ich jetzt ganz unschuldig das Wort „Eis“ flüstern kann und ein anderer dann die Überzeugungsarbeit für mich leistet. 🙂

Um halb neun ist der Mini dann im Bett. Und wir hoffen auf eine Wiederholung der späten Aufstehzeit am nächsten Morgen…

Wir lernen das einfach nicht. Natürlich ist der Mini am SONNTAG um 6.15 Uhr putzmunter, ist ja klar. Mein Mann ist mein persönlicher Held und geht mit dem Mini runter. Mehr bekomme ich dann nicht mehr mit, denn es ist kurz vor 10 Uhr, als ich das nächste Mal die Augen aufmache! Kurz vor ZEHN!! Die beiden waren beim Bäcker, in der Stadt und beim Franzosen, weil da die Croissants am besten schmecken. Ich liebe die zwei so sehr – und habe mich schon lange nicht mehr so ausgeschlafen gefühlt. (Ich kann es DOCH noch! Ha.)

Nach dem späten Frühstück gehen wir in den Garten. Der Grill muss sauber gemacht werden, das Unkraut übernimmt langsam aber sicher die Herrschaft über den Garten – und der Mini möchte lieber drinnen spielen, wenn er nicht den Grill auseinandernehmen darf.

Gut, also lieber Lego im Schatten.

…und ein chilliger Snack auf der Couch. Muss ja auch mal sein, wenn man so früh aufsteht. Und weil er so gerne möchte, gibt es nachmittags auch noch eine kleine Spielplatzrunde, denn – ich zitiere: „…ich habe ja leider gar keine Rutsche in meinem Garten, Mama…“. Bitte Tonfall und Blick dazu vorstellen.

Ich bin ganz Rabenmutter und schwänze auch die heutige Spielplatzrunde zugunsten eines großen Kaffees, einer Hauselfrunde durch die Küche – und dieses Blogposts. Wieder zurück hilft der Mini mir nach einem Wutausbruch allererster Klasse beim Salat zubereiten fürs Grillen heute Abend:

Wir machen Nudelsalat und noch einen grünen Salat mit gebratenem Spargel…

…während mein Mann draussen das Wetter checkt. Natürlich fängt es fünf Minuten bevor wir loslegen wollen dann doch an zu regnen, das ist ja klar. Also holen wir den Indoor-Elektrogrill raus und der Grillmeister Mini darf an die Arbeit gehen.

Inzwischen sind die Tränen auch wieder getrocknet und wir können zu Abend essen. Halleluja. Diese Autonomiephase schafft mich, ganz ehrlich. Ich kann das alles rational völlig nachvollziehen, ich weiß dass er mich nicht ärgern will, ich weiß, dass es keine böse Absicht, kein Austesten oder ähnliches ist. Es ist das Alter, der Wunsch nach Eigenständigkeit und Selbstbestimmung und zum Teil sicherlich auch Müdigkeit. Aber es ist auch einfach anstrengend. Groß werden ist offenbar nicht leicht. Dabei begleiten auch nicht.

Nach dem Abendessen machen wir noch schnell eine wichtige Sache fertig: wir buchen Minis erste Flugreise! Ich freue mich schon riesig und es ist ein sehr kribbeliges, vorfreudiges Gefühl seinen Namen auf einem Flugticket stehen zu sehen. 🙂 Das wird sicherlich toll.

Der Mini schläft inzwischen, mein Mann macht seine wohlverdiente Pause und ich jetzt gleich noch eine Runde Yoga. Mitte finden und so, das kann mit einem Dreijährigen ja nie schaden. 😉 Einem frechen, wilden und wunderbaren Dreijährigen. Der gerne Fliesen gießt und Speicherkarten im Wasserglas baden lässt. Ganz normal also. 😉

So, das war unser Wochenende in Bildern – in epischer Länge, sorry! Ich habe dieses Wochenende meine 23.000 Wörter offenbar nicht unterbringen können, also musstet ihr jetzt dran glauben. Weitere Wochenenden gibt es wie immer Sonntag abends hier bei Susanne auf Geborgen Wachsen – viel Spaß beim Stöbern!

Happy Sunday,
Eure Tina
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