Unser Jahresrückblick: Vieles neu machte das Jahr 2017.

Irgendwie habe ich dieses Jahr noch nicht so viele Jahresrückblicke gelesen oder gesehen – vielleicht habe ich deshalb erstmals Lust, einen eigenen zu schreiben? Vielleicht liegt das aber auch daran, dass dieses Jahr einfach so viel passiert ist und viele Entscheidungen getroffen wurden – und ich das Bedürfnisse habe, das alles einmal sortiert aufzuschreiben? Und welche Tage könnten dazu besser passen als die „zwischen den Jahren“? Diese merkwürdige Zeit, in der irgendwie alles anders läuft als sonst, die einen anderen Takt haben. Ich finde ja die Bezeichnung „Raunächte“ für diese Tage wunderschön.

2017 war ein gutes Jahr. Anstrengend in einigen Teilen – vor allem gegen Ende, als es meinen Mann und mich krankheitsmässig ein bißchen erwischt hatte. Aber es gab auch unendlich viele schöne Moment, und auf die soll man ja zurückblicken, stimmt’s?

Kind: Vom Noch-Nicht-Zweijährigen zum Fast-Dreijährigen

Letztes Jahr um diese Zeit war der Mini noch „richtig klein“. Klar, das ist er jetzt auch noch – und irgendwie auch wieder nicht. Gefühlt ist das Kind seit dem Start in den Kindergarten im 10 cm gewachsen – und sprachlich völlig explodiert. Schon vorher hat er gerne und viel gesprochen und hatte regelrecht Spaß daran, neue Wörter auszuprobieren und zu benutzen. Aber seit dem Kindergarten kann man wirklich zusammenhängende Gespräche mit ihm führen – und muss das auch! Ein einfaches Nein lässt das Kind nun nicht mehr gelten, es wird eine Erklärung eingefordert. Das ist total schön, weil er damit wieder ein Stück größer und unabhängiger wird.

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Und wenn kleine Kinder größer werden, dann beginnt auch die allseits gefürchtete Autonomiephase. Auch bei uns. „ICH MACH DAS ALLEINE!!!“ – aber bitte gerne. 😉 Wie das so ist? An manchen Tagen bewundere ich seinen Willen und seine klare Vorstellung, wie er Dinge haben möchte. Und an manchen Tagen finde ich es einfach nur anstrengend – das darf man auch mal, oder?

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Und dann ist der Mini ja seit dem Herbst ein großes Kindergartenkind und superstolz darauf. Er geht so gerne, und fühlt sich superwohl – obwohl die Eingewöhnung für mich schon eine Herausforderung war. Mit dem Kindergarten ist auch das Singen bei uns zu Hause eingezogen. Obwohl er immer schon gerne Musik gehört hat und das vorsingen liebte – selber gesungen hat er nicht. Jetzt klingt jeden Tag ein Medley aus den liebsten Martins- und Weihnachtsliedern durch unser Haus – und ich finde es wunderschön.

Küche: kein Kinderkochen mehr, Familienküche ist angesagt

Der Mini hat schon ziemlich früh entschieden, dass er die ganze Breisache nicht so spannend findet und lieber gleich das isst, was wir auch auf dem Teller haben. Trotzdem habe ich ihm oft noch etwas extra gekocht oder etwas weniger gewürzt. Seit ich im März im Urlaub mittags salzarm gedünstete Möhren und Kartoffeln gegessen haben, während der Mini meine Nudeln mit Chili-Ricotta-Pesto genüsslich verspeist hat, schenke ich mir das. Er isst das, was wir auch essen – bzw was er davon mag. Einige ganz klare Vorlieben sind da auch schon zu erkennen: er liebt Sonnencurry, mag aber keine Himbeeren (das „Fell“!) oder Mandarinen. Alles was mit Milch zu tun hat, wird abgelehnt – einzige Ausnahme ist die Milch im morgendlichen Müsli. Milchreis, Kakao, Pudding? Keine Chance.

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Wir haben dieses Jahr auch wunderbar auswärts gegessen, teilweise mit dem Mini, teilweise ohne – dank der lieben Omas und Opas, die immer wieder gerne auf unseren Sohn aufpassen, so dass wir etwas Paarzeit haben. Oder die wirklich immer sofort einspringen, wenn wir sie brauchen, wenn hier das Chaos überhand nimmt oder einer von uns auf der Nase liegt. Danke, ihr seid einfach toll! <3

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Ansonsten habe ich hier ja in den Freitagslieblingen immer berichtet, was mein Lieblingsessen der Woche war – viele schöne und tolle Dinge, die wir da zusammengekocht haben. Zusammen in der Küche zu werkeln ist auch weiterhin etwas, das mein Mann und ich einfach lieben. Vielleicht können wir den Mini ja im nächsten Jahr auch ein bißchen vom Kochen begeistern?

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Chaos: …oder halt der Rest, der dieses Jahr so passiert ist

Letztes Jahr um diese Zeit haben wir hin und her überlegt, wie es für mich im Job weitergehen sollte. Nachdem Minis Eingewöhnung in einer Spielgruppe nicht geklappt hatte, und ein möglicher Kindergartenplatz ja erst im August beginnen würde, stand Silvester 2016 fest: ich verlängere meine Elternzeit um das dritte Jahr. Noch nie ist mir eine Entscheidung gleichzeitig leicht und schwer gefallen. Die Zeit mit dem Mini zu haben, war einfach nur wundervoll und gleichzeitig fehlt mir mein Job doch ziemlich. Ich mache den nämlich wirklich sehr gerne.

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Und dann fiel es irgendwie alles an seinen Platz, wir haben einen Platz im Wunschkindergarten bekommen, haben den Mini ab August dort eingewöhnt, und für sowohl mich und meinen Mann hat sich die berufliche Perspektive in diesem Jahr verändert. Die letzten Weichen stellen sich dazu im Januar und ab Februar geht es dann voraussichtlich für mich mit einer ganz neuen Herausforderung los – ich freue mich schon so sehr!

2017 war auch das erste komplette Jahr in unserem Haus – das erste Mal Ostereier suchen, Geburtstag feiern, den Garten im Sommer genießen. Wir fühlen uns hier so wohl – und das liegt nicht nur am tollen Haus, das beim Besichtigen wirklich „Liebe auf den ersten Blick“ war, sondern vor allem auch an dem wahnsinnig netten nachbarschaftlichen Umfeld drumherum. Wir sind hier wirklich angekommen und haben die zweiten Weihnachtsfeiertage in den eigenen vier Wänden sehr genossen.

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Dieses Jahr war das erste Jahr, in dem der Mini den Urlaub ganz bewusst mitbekommen hat und das Meer richtig toll fand. An der Nordsee haben wir eine so schöne Zeit verbracht – und hatten alle viel Spaß. Wer weiß, vielleicht zieht es uns im nächsten Jahr mit dem Mini ja zum ersten Mal weiter weg? Keine Ahnung, vielleicht auch nicht. Ich habe nämlich schon wieder ein bißchen Nordsee-Weh. 🙂

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Und um zumindest das optische Chaos einzudämmen, habe ich in den letzten Wochen des Jahres eingestanden, dass ich wirklich nicht gut sehe und nun tatsächlich eine Brille brauche. Und: das stimmte – mit Brille ist es echt so viel besser. Ähm, wer hätte das gedacht…

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Und 2018?

2018 wird anders. Wir werden neue Dinge unter einen Hut bringen müssen. Neue Herausforderungen werden auf uns warten, neue wundervolle Momente. Ganz viel Neues auf jeden Fall, und das ist schön. Die wirklichen wichtigen Dinge bleiben aber gleich: meine beiden großen Lieben an meiner Seite. Der kleine Mann, der mich immer wieder zum Lachen bringt und bei dessen Anblick ich mich manchmal echt kneifen muss, weil ich nicht glauben kann, dass dieses wundervolle, perfekte Kind unser Sohn ist. Und mein Mann, der jeden einzelnen dieser Tage schöner, bunter, wärmer, liebevoller, kompletter, heller und wunderbarer gemacht hat, als er es sonst gewesen wäre. Ich liebe euch – und freue mich auf das nächste Jahr an eurer Seite. <3

Wie war euer 2017? Was waren die Dinge, die euch am meisten beschäftigt haben?

Habt noch ein paar schöne Tage „zwischen den Jahren“ und startet gut ins Jahr 2018 – alles Liebe,
Eure Tina

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